Gedichte schreiben – Welche Reime gibt es und wie finde ich sie?
Die Reimkunst gibt es wahrscheinlich schon so lange, wie es auch die Sprache gibt. Zu vielen Gelegenheiten schreiben Menschen Gedichte, zum Beispiel zu Geburtstagen, Glückwünschen, bei Reden, bei Hochzeiten, in der Schule. Selbst Lieder und der Sprechgesang könnten ohne Reime nicht existieren. Ein Reim entsteht durch den Gleichklang von Wörtern. Werden diese in einem Vers auf einer festen Position, die in Relation zu den vorherigen Versen steht gesetzt, dann erzeugt dies eine gewisse Melodie. Die Reimunst hat dabei viele verschiedene Arten von Reim-Techniken entwickelt, die die Gedichte sehr abwechslungsreich und durchaus komplex machen können. So gibt es zum Beispiel Kreuzreime, Endreime und viele andere. Wer sich darüber informieren will, dem empfehle ich den Eintrag bei Wikipedia zum Thema Reime. Der Artikel auf Wikipedia ist allerdings sehr umfangreich und nicht unbedingt für jeden geeignet. Um ein Gedicht zu schreiben braucht man gar nicht so viel Theorie, man braucht einfach Reime. Im folgenden erkläre ich welche verschiedenen Reimes gibt und wie man diese finden kann.
Wahrscheinlich erinnert sich jeder von uns noch an die Grundschule. Im Unterricht wurden oftmals Gedichte behandelt. Dabei meine ich nicht komplexe Werke wie von Goethe oder anderen großen Dichtern der Geschichte, sondern die einfachen Maus-Haus-raus Gedichte. Diese basieren auf so genannten reinen Reimen. Rainer Reimer kann man ganz einfach daran erkennen, dass sie meist einsilbig sind und den genau gleichen Klang haben. Meistens unterscheiden sich lediglich die Anfangsbuchstaben des Wortes. So sind die Wörter aus, Maus, Haus, raus, Strauß und so weiter reine Reime. Man kann auch mehrsilbige Wörter verwenden. Zum Beispiel Applaus, Kartenhaus, etc. Die meisten Gedichte basieren auf solchen reinen Reimen. Zum Beispiel ” war in meinem Haus und sah eine Maus”. Weiterhin gibt es auch mehr selbige Reime, die rein sind. Zum Beispiel: Weise, leise, Schneise, Reise usw. Das Problem an solchen reinen Reimen ist allerdings, dass die Möglichkeiten sehr beschränkt sind, da es einfach nicht genügend Reime gibt, die den exakten Klang aufweisen. Besonders wenn man mehrsilbige Reime verwenden möchte wird es schwierig.
Eine weitere Kategorie von Reimen sind die sogenannten unreinen Reime. Anders als die reinen Reime ähneln sich diese nur. Das heißt ihr Klang ist in etwa gleich, aber nicht exakt so. Zum Beispiel: Leisten, Kreisen, weinen, reimen, gleiten. Hierbei gleichen sich nur die Laute der Vokale. Der Rest der Wörter ist allerdings unterschiedlich. Oftmals sind diese für Gedichte nicht sonderlich geeignet, da ohne musikalische Untermalung keine richtige Melodie entsteht. Bei Liedern werden diese allerdings sehr gerne benutzt, da sie den Vorteil bieten einen weiterreichendes Spektrum an verschiedenen Wörtern miteinander kombinieren zu können. Der große Vorteil ist, dass man auch Reime bilden kann die mehrere Silben haben. Hierdurch ergeben sich noch weitere Möglichkeiten. Besonders Rap-Songs benutzen gerne große Reimketten, um den Gesang eine bessere Melodie zu geben. Solche Reime zu finden ist allerdings nicht ganz einfach. glücklicherweise bietet das Internet auch hier Hilfe. Es gibt mittlerweile Reimlexika, die eine große Datenbank an verschiedenen Reimen haben. Für reine Reime gibt es viele Angebote. Für unreine Reime habe ich allerdings nur die Seite Reime-Auf.de gefunden. Hier kann man auch unreine Reime finden. die Auswahl ist dabei sehr groß. Es gibt insgesamt über 160.000 verschiedene Reimwörter und die Datenbank wächst noch weiter. Scheinbar ist die Seite noch relativ neu. Zumindest habe ich das Gefühl, dass bestimmte Laute noch nicht ganz richtig erkannt werden. Außerdem ist der Kopfbereich und die Sidebar noch leer. Wahrscheinlich noch einige junge Seite, die noch aufgebaut wird. Man darf gespannt sein. Sonst gibt es scheinbar keine Webseite, wo man unreine Reime finden kann.